WASHINGTON — Der ehemalige Präsident Donald Trump hat am Mittwoch beim US-Außenministerium offiziell beantragt, sein Anwesen Mar-a-Lago als souveränes US-Botschaftsgelände einzustufen. Dies würde nach seinen Angaben Milliarden an Bundesmitteln für die Sicherheit freisetzen und es dem angeschlagenen Geschenkeladen endlich ermöglichen, als zollfreier Hafen zu operieren.

Der auf goldgeprägtem Briefpapier eingereichte Antrag argumentiert, dass das gesamte 17 Hektar große Anwesen diplomatisches Territorium nach der Wiener Konvention sei, weil Trump dort „extrem offiziell aussehende Treffen“ mit ausländischen Staatschefs abhalte. Rechtswissenschaftler wiesen umgehend darauf hin, dass Botschaften üblicherweise im Ausland lägen und nicht siebzehn Minuten von einem Edeka entfernt, doch Trumps Team besteht darauf, dass das feindselige politische Klima Südfloridas eine extraterritoriale Härte darstelle.

„Die Botschafterresidenz benötigt einen neuen Ballsaal, verstärkte Ufermauern und einen voll bestückten Kaviar-Humidor, um die angemessene diplomatische Haltung zu wahren“, erklärte der Sprecher des Außenministeriums, Kenneth Bramwell, und verlas eine vorbereitete Stellungnahme, wobei er zwischen jedem Satz hörbar seufzte. „Außerdem wurde uns mitgeteilt, dass die Schokoladen-Logo-Artikel des Anwesens ab sofort von sämtlichen staatlichen und lokalen Umsatzsteuern befreit sind. Ab wann genau? Keine Ahnung. Die Anwälte sind in der Mittagspause. Ich weiß es nicht. Ich arbeite hier nur.“

Dem Vorschlag zufolge würden Mar-a-Lago-Mitglieder Diplomatenkennzeichen und eingeschränkte Immunität bei Parkverstößen erhalten. Der Secret Service wäre gesetzlich verpflichtet, eine ständige Schutzeinheit in den Spa-Kabinen zu unterhalten, die in dem Antrag als „Konsularannexe“ bezeichnet werden.