KÖLN — Der örtliche Ortsverband der Linken gab am Dienstag bekannt, seinen neu gewonnenen Sitz im Stadtrat freiwillig zu räumen, da Regieren Kompromisse erfordere, die mit einer vollständigen Systemüberwindung unvereinbar seien. Die Mitglieder zeigten sich erleichtert, zur Vollzeit-Opposition zurückzukehren. „Regieren bedeutet, den Kapitalismus zu verwalten“, sagte Ortsverbandsvorsitzende Elena Rosales. „Wir protestieren lieber. Wer gewinnt, wird selbst zum Feind.“

Der Sitz bleibt bis zur nächsten Wahlperiode unbesetzt.